H0-Modulanlage

Geschichte
Im Jahre 1984 wurde im Bastelraum in Kressbronn mit dem Bau einer Modulanla-ge nach FREMO-Norm begonnen. Für den Bau nach dieser Norm hatte sich der Verein damals entschlossen, da zu diesem Zeitpunkt noch kein Vereinsheim zur Verfügung stand und die einzelnen Teile bei Mitgliedern zuhause gelagert werden mußten und deshalb transportabel zu sein hatten. Die FREMO-Norm bildete zur damaligen Zeit eine eingleisige Nebenbahn ab, die sich vom Betrieb her stark am Vorbild orientierte.
Bereits 1985 fand in Kressbronn die erste Ausstellung mit dieser Anlage im Bau-zustand statt. Die Anlage bestand zu diesem Zeitpunkt aus 13 Modulen mit den zwei Endbahnhöfen „Neuffen“ (Streckenabzweigung) und „Langenthal“. Im Jahre 1989 waren es dann bereits 24 Module mit drei Bahnhöfen - neu dazugekommen war „Stuttgart-Rohr“ - und eine Abstellgruppe, die heute nicht mehr existiert. Mittlerweile existieren fast 40 Streckenmodule, die die unterschiedlichsten Anlagenkonfigurationen ermöglichen. Mit einem vierten Bahnhof (Wolfstein/Eck) sind auch zwei weitere Wendeschleifen entstanden, die zusätzlich noch eine kleine Aufbauvariante nur aus diesem Bahnhof möglich machen. Die meistaufgebaute Konfiguration beschreibt aber ein Ypsilon, an dem auf einer Seite eine Kehrschleife angebaut ist.

Technik
Das Gleismaterial der Modulanlage ist von Roco (2,5 mm Profilhöhe) bzw. bei den neueren Modulen von Tillig und die Weichenantriebe stammen von Fulgurex. Die Ansteuerung dieser Weichenantriebe erfolgt durch Diodenmatrix bzw. elektro-nisch über selbstentwickelte Mikrocontroller-Schaltung und Verstärker. Der Betrieb der Anlagen erfolgt analog mit einfachen elektronischen Fahrgeräten, die im Sinne von Walk-around-Control an die Stellpulte angesteckt werden. Die Stellpulte beinhalten einen Transformator zur Stromversorgung der Weichen, Signale und der jeweiligen Streckenabschnitte.

Betrieb
Die Anlage ist als eingleisige Nebenbahn in Epoche III, bei der eine vorbildge-rechte telefonische Zugmeldung erfolgen kann, angelegt. Bei Ausstellungen kön-nen die Züge im Einrichtungsbetrieb mit geringem Personalaufwand gefahren werden, natürlich ist aber auch ein Kreuzungsbetrieb möglich. Viele der eingesetzten Fahrzeuge sind liebevoll mit vorbildgerechten Alterungsspuren versehen worden und auch die Landschaft bietet viele interessante Kleinigkeiten, die erst beim zweiten Hinsehen auffallen.

Bilder

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